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News from the twilight
Geschichte umschreiben Drucken E-Mail
Danke. Ein echter Real-Satire-Kracher zum Wochenende. *tränen-weg-wisch*

Theater um Arcandor - Die Schickedance-Pleite - Panorama - sueddeutsche.de
Bühnen-Pleite im Fall Schickedanz: Die Arcandor-Insolvenz zwingt den Autor Ewald Arenz, seine Revue "Schickedance" völlig umzuschreiben und die Premiere zu verschieben.


 
Spekulation um Zusammenhang Drucken E-Mail
Die Süddeutsche schlägt argumentative Purzelbäume. Zuerst wurde spekuliert, dass das Opfer eines Verkehrsunfalls die Air-France-Maschine "nur knapp verfehlt" hatte – wie leicht so etwas auch ohne "Zusammenhang" passieren kann, lernt man in "Statistik für Anfänger". Nachdem sich jetzt herausgestellt, dass die Geschichte mit dem Flugzeug wohl nicht stimmt, besteht der Artikel nur noch aus einem bisschen Auto-Unfall, einem bisschen Flugzeug-Absturz und viel Diskussion über die Reaktion der Medien und Leser auf imaginäre Zusammenhänge.

Air-France-Absturz - Rätsel um Flug 447 – Frau stirbt bei Autounfall - Panorama - sueddeutsche.de
[…] berichtete zunächst nur über den möglichen Zusammenhang zwischen dem Flugzeugabsturz und dem Autounfall. Nach einem Hinweis aus unserer Community wurde der Bericht erweitert.


 
Wirbel um Coke Zero Drucken E-Mail
Die NZZ wieder mal auf Propaganda-Kurs. Vielleicht hätte ein Blick auf die Wiki-Seite von Cyclamat geholfen. Da steht sowohl, dass es in den USA nicht zugelassen, im venezolanischen Coke Zero vermutlich jedoch enthalten ist.

Hugo Chávez gegen das «Imperium» (International, NZZ Online)
Die venezolanische Regierung hat den Verkauf von Coca-Cola Zero verboten. Die Massnahme ist offensichtlich ein reiner Akt der Willkür. Es ist die neuste Episode im grossen Kampf von Präsident Hugo Chávez gegen Kapitalismus und Imperialismus.


 
Die Strom-Netze der Bahn Drucken E-Mail
Nein. Natürlich hat das rein gar nichts miteinander zu tun. Zuerst diesen Abschnitt lesen, dann den ganzen Artikel lesen. ^^

Bahnen zahlen für Strom mehrere hundert Millionen zu viel (Schweiz, NZZ Online)
Dass er den Vorschlag jetzt präsentiere, liege nicht daran, dass er von der BLS zum Stromkonzern Alpiq wechsle und deshalb eine neue Perspektive mit anderen Interessen einnehme, beteuert van Hoek. «Ich habe die Idee bereits im Jahre 2002 mit dem heutigen SBB-Chef Andreas Meyer, damals Chef Energie bei der Deutschen Bahn, diskutiert.» Nun sei der Zeitpunkt für ihre Umsetzung reif. Van Hoek, der als langjähriger Vizepräsident der europäischen Bahninfrastruktur-Vereinigung Railnet Europe sein Modell auch international propagierte, setzt seine Hoffnungen ausserhalb der Schweiz vor allem auf Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Belgien und Italien. Dort stehen mittelfristig milliardenteure Investitionen ins Stromnetz an.
 
Wells Fargo Drucken E-Mail
Einige hässliche Details zu den Subprime-Geschäften schaffen es jetzt auch in die NY Times:

Bank Accused of Pushing Subprime Deals on Blacks - NYTimes.com
“The company put ‘bounties’ on minority borrowers,” Mr. Paschal said. “By this I mean that loan officers received cash incentives to aggressively market subprime loans in minority communities.” Both loan officers said the bank had given bonuses to loan officers who referred borrowers who should have qualified for a prime loan to the subprime division.
 
Freunde in der Not Drucken E-Mail
Interessanter Artikel in der Süddeutschen…

Thailands Ex-Premier Thaksin - Ein Milliardär auf dem Ausländeramt - Politik - sueddeutsche.de
Der wohl berühmteste und vermutlich reichste Justizflüchtling Asiens […] hielt sich […] in der Oxfordstraße 19 zu Bonn auf - im Ausländeramt. Er beantragte für die Dauer eines Jahres eine Aufenthaltsgenehmigung. […]

Die Antragsprüfung wurde ihm leicht gemacht, weil der frühere […] Kripochef Gerd Steffen sowie ein renommierter Anwalt mitgekommen waren. Zudem war ein geheimnisvoller Mann dabei, der sich als Richard Nelson vorstellte.

Der Sachbearbeiter verstand, der Mann arbeite für den Bundesnachrichtendienst (BND), doch da muss er sich wohl verhört haben. So etwas würde der Agent, der eigentlich Werner Mauss heißt und einst Allzweckwaffe deutscher Dienste war, nie behaupten.
 
Germany is openly refusing to lead Drucken E-Mail
Hmm. Was soll ich damit anfangen? Joschka Fischer schreibt für den Daily Star gegen die deutsche Regierung…

The Daily Star - Opinion Articles - Germany cannot credibly defend its status outside Europe
What amazes Germany's neighbors and partners - and increasingly provokes distrust - is that ever since the beginning of the global meltdown last September, the German government has focused almost exclusively on national crisis management, rebuffing any and all attempts at a European approach.

 
Tiananmen 1989 Drucken E-Mail
Die junge Welt kommentiert den Volksaufstand af dem Platz des himmlischen Friedens vor 20 Jahren. Nix für Menschen, die schon wissen wer der Böse ist…

04.06.2009: Gescheiterter Staatsstreich (Tageszeitung junge Welt)
Sollte das Bild glaubwürdig sein, das ein Buch umreißt, das vom Westen veröffentlicht und propagiert wird, dann waren es nicht die Demonstranten, sondern vielmehr die Volksbefreiungsarmee, die Vorsicht und Mäßigung an den Tag legte!
 
Gekaufte Meinung Drucken E-Mail

Falls mal wieder einer behauptet, wir bilden uns das bloss ein…

Die eigentliche Geschichte, dass sich die Bahn nämlich ihren eigenen Staatsanwalt hielt, überrascht mich weniger.

Schaupensteiner: Ehemaliger Oberstaatsanwalt im Zwielicht | Frankfurter Rundschau

Unterdessen kommen im Skandal um verdeckte PR-Maßnahmen der Bahn weitere Details an Tageslicht.
Spiegel-Online berichtet, dass jeder vierte von 2400 Beiträgen in den eigenen drei Bahn-Foren im Netz von der Bahn verdeckt geschickt wurde. […]
Außerdem wurden […] Internetforen der Tagesschau durch gekaufte Meinungsbeiträge manipuliert und zahlreiche fingierte Leserbriefe […] an Zeitungen verschickt.
Die Agentur Allendorf soll im Auftrag der Bahn für Beiträge gesorgt haben, in denen sich […] Barbara Eligmann und […] Hans Meiser ausgesprochen positiv über die Bahn äußerten […]
 
Aufstieg und Fall der Tamil Tigers Drucken E-Mail

Einige weniger bekannte Hintergründe über den Konflikt in Sri Lanka findet ein interessierter Leser in der Asia Times. Beginnen wir aber etwas früher: Die Bevölkerung von Sri Lanka besteht mehrheitlich aus buddhistischen Sinhalesen. Die grösste Minderheit bilden die hinduistischen Tamilen.

Der britische Einfluss

Zu Zeiten der englischen Kolonialisation wurde die tamilische Bevölkerung anscheinend bevorzugt behandelt. Gleichzeitig wurden auch zahlreiche tamilische Arbeitskräfte aus dem benachbarten Madras – oder Tamil Nadu – auf die Insel geholt, was den Anteil der sinhalesischen Bevölkerung deutlich verringerte. Man muss ihnen zugestehen, dass sie ihre sprachliche, religiöse und kulturelle Identität bedroht sahen.

Das mag geographisch bedingt sein – dass die Briten die Insel von Norden nach Süden entwickelt haben. Es passt aber auch sehr gut in das "divide et impera"-Schema, das die englischen Besatzer auch in anderen Regionen angewandt haben: Hetze die Bevölkerungsgruppen aufeinander, dass sie sich nicht gegen die Besatzer wehren. Die Folgen dieser Politik kann man heute noch im Kaschmir, auf Borneo oder im Sudan beobachten.

Nach der Unabhängigkeit haben die Sinhalesen versucht, ihren Einfluss zu vergrössern und dabei meines Erachtens auch übertrieben. Den eingewanderten Tamilen wurden alle Bürgerrechte entzogen, Regierungsämter nur an Sinhalesen vergeben, Sinhal als einzige Regierungssprache beschlossen und weitere fragwürdige Massnahmen führten verständlicherweise zu Protesten der tamilischen Bevölkerung. Beide Seiten griffen zu immer brutalerer Gewalt und die Situation eskalierte immer mehr.

Der indische Einfluss

Dass die Regierung ebenfalls versuchte, den Einfluss Indiens zurückzudrängen, wurde dort schlecht aufgenommen. Die Regierung von Indira Gandhi unterstützte die Tamil Tigers mit Geld, Waffen und Ausbildung, um Druck auf Colombo auszuüben. Dabei hatte Indien nie ein echtes Interesse an einem unabhängigen Staat der Tamilen auf Sri Lanka, allein schon, weil das auf den Bundesstaat Tamil Nadu übergreifen könnte. So ging auch das indische Militär gegen die LTTE vor. Wohl aus Rache dafür wurde dann Rajiv Gandhi ermordet, was die Tigers auch in Indiens Augen definitiv zur terroristischen Gruppe machte.

Es bleibt zu hoffen, dass nach dem militärischen Sieg der Regierungs-Truppen nun Ruhe einkehrt und beide Seiten auf weitere Vergeltung verzichten werden. Aber das ist – wieder mal – leichter gesagt als getan.

Quellen:

Sri Lanka Breaking News-Daily Mirror Online

The Tamil armed groups then had the backing of Tamilnadu as well as the Indian Central Government. Indian Central government of Prime Minister Indira Gandhi provided them with money, weapons and military training in the eighties.


Asia Times Online :: South Asia news, business and economy from India and Pakistan

A long time ago, we created Prabhakaran. We picked him up as an urchin from nowhere. What we found charming about him was that he was so thoroughly apolitical - almost innocent about politics. He was a simpleton in many ways, who had a passion for weapons and the military regimen. He suited our needs perfectly.

Origins of the Sri Lankan civil war - Wikipedia, the free encyclopedia
[…] the war is an outcome of how modern ethnic identities have been made and re-made since the colonial period, with the political struggle between minority Tamils and the Sinhala-dominant government […]



 
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